Wirtschaftsfeindliche, nostalgische Gemeinderäte

eingetragen in: Gemeinde 1

Wirtschaftsfeindliche, nostalgische GemeinderäteSo muss man sich jedenfalls die derzeitigen Exekutivmitglieder unserer Gemeinde vorstellen; wirtschafts- und verkehrsfeindlich und von nostalgischen Träume(r)n umgeben.

Ich kann mir das erschütternde Resultat einer zweijährigen Studie um mögliche verkehrstechnische Massnahmen auf der Ortsdurchfahrt Bützberg nicht anders erklären.

Nicht etwa dass unser Gemeinderat nur aus Linken und Grünen besteht. „Nur zwei“ Ewiggestrige und Weltverbesserer der SP stehen einer satten Mehrheit von SVP und FDP gegenüber. Das Präsidium dieser schwachen Exekutive hält leider ein oberschwacher FDP Möchtegern-Politiker inne. Da kann man kein anderes Resultat erwarten.

Nachfolgend meine Antwort im Mitwirkungsverfahren an den Gemeinderat:

Mitwirkung Ortsdurchfahrt

Sehr geehrte Gemeinderäte

Gemäss „Historischem Lexikon“ (A. Kümmerli, Heimatbuch von Thunstetten, 2 Bde., [1952-58]) begann die Entwicklung von Bützberg zum Gewerbedorf ca.1710, als Bützberg an die neue bernische Staatsstrasse zu liegen kam. Auch der Anschluss an die Bahnlinie Olten-Bern und die Nähe zu Langenthal und Bern waren der Industrialisierung förderlich. Seit den 1960er Jahren diversifiziert die Industrie weiter und heute konzentrieren sich Wirtschaft und Bevölkerung Thunstettens in Bützberg.

Nun möchte der Gemeinderat, die „Begleitgruppe Thunstetten“ (wer immer das sein mag), die beauftragten Verkehrs- und Wirtschaftsverhinderungsplaner, etc. dass „Bützberg“ ins Jahr 1267 (als „Bucceberc“) zurückgesetzt wird.

Nur so können wir uns die vorgesehenen „verkehrstechnischen“ Massnahmen erklären. Auf den verengten Fahrbahnen können nur Pferdefuhrwerke ungehindert die ansässige Industrie und das heimische Gewerbe beliefern. Die gepflanzten Bäume links und rechts der Strasse bieten den Pferden Schutz und Schatten bis die Fuhrhalter ihre Kundschaft beliefert haben. Auf dem grosszügig angelegten Mittelstreifen der Fahrbahn werden Pferde gezäumt, Futterstellen eingerichtet und Ziegen balancieren auf den Ästen der Bäume und rupfen Blätter und Früchte ab. Bucceberc, eine Idylle wie zu Gotthelfs Zeiten. Was für eine Wohltat, in die glänzenden Kinderaugen zu sehen, wenn die Bierbrauerein die Gasthöfe in Bützberg mit ihren 6-Spännern beliefern.

Wann erwachen die genannten Planer und Mitschwätzer aus dem Dornröschenschlaf und werden sich bewusst, dass wir im dritten Jahrtausend leben? Gerne wecken wir diese Träumer und fordern eine Ortsdurchfahrt Bützberg ohne Schikanen. Wir rufen Ihnen in Erinnerung, dass die Bern- Zürichstrasse eine Hauptstrasse ist, und Auto- wie Lastwagenfahrer erwarten, dass Bützberg mit Tempo 50 be- und durchfahren werden kann auf einer genügend breiten Fahrbahn. Auch ein ungehindertes Parkieren vor den ansässigen Geschäften muss garantiert sein, oder werden nach Ihren Vorstellungen links und rechts der Strasse Gummibäume gepflanzt, die bei Bedarf nach belieben gebogen werden können.

„Kreiselitis“ auch im Zentrum von Bützberg. Es fällt ja nur eine Liegenschaft ganz und ein Anbau einer anderen Liegenschaft diesem Unsinn zum Opfer. Die auf den Plänen ausgewiesene Grösse dieses Kreisels verunmöglicht es einem modernen, grossen Lastenzug das Hindernis zu bewältigen. Auch der Ortsbus wird nur mit grosser Mühe dieses Denkmal passieren können. Ein Glück, dass der Ortsbus die Abzweigung Schlossstrasse nicht benutzen muss, da ja die Einwohner von Thunstetten „ohne Umwege“ via Langenthal von oder nach Bützberg fahren. Dieser Kreisel behebt den Stau nicht, sondern fördert ihn.

Da ja Bützberg mit dem Verkauf der Onyx-Aktien in Dagobert’schen Verhältnissen lebt, interessiert es den Steuerzahler nicht, was diese vorgesehenen verkehrsschikanierenden Massnahmen und Lärmsanierungen kosten. Steuererhöhungen werden an den Gemeindeversammlungen brav abgenickt.

Frage: Wissen die zuständigen Gremien der Gemeinde Thunstetten, dass auch heute entlang der Strassen Dohlendeckel existieren? Dohlendeckel gab es schon in Vindonissa. Diese wurden jeweils durch die VII Legion, wenn Gefahr bestand sofort ausgewechselt, so dass weder Laufrad-Fahrer noch Pferdefuhrhalter zu Schaden kamen. In Thunstetten wartet ein defekter Dohlendeckel seit über 10 Jahren ausgewechselt zu werden. Nicht vorstellbar, wenn auf Grund dieser Gefahrenquelle Zweiradfahrer stürzen und lebensgefährliche Verletzungen erleiden. Wir gehen davon aus, dass ein gleicher Schaden in Bützberg sofort behoben wird. Aber eben, ihr Gemeindeoberen wollt ja eine Abkehr ins Vormittelalter und den Dorfteil Thunstetten zu einem Naturpark verkommen lassen.

Freundliche Grüsse
Willi Frommenwiler / Ursula Walther

Auch die Freiheits-Partei Thunstetten-Bützberg hat zu Handen des Gemeinderates Stellung genommen.

Fotos defekter und gefährlicher Dohlendeckel in Thunstetten:

Folge Willi Frommenwiler:
Als engagierter Politiker und Schweizer Bürger nehme ich Stellung zu Themen wie Gemeindepolitik, Politfilz, Sicherheit, Alltag im Oberaargau u.v.m. Präsident auto-partei.ch Kt. Bern, Mitglied Komitee Pro-Automobil.
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  1. Roger
    | Antworten

    Kein Unterschied
    Gratulation!! Treffender kann man diesen geplanten Unsinn nicht formulieren. Eine Schande, dass ein solches “Projekt” von bürgerlichen Gemeinderäten unterstützt und getragen wird! Die unterscheiden sich in nichts mehr von den Cüplisozis.

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