Bützberg gesperrt, bitte weiträumig umfahren

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Bützberg gesperrt, bitte weiträumig umfahrenAm 23.09.2009 habe ich zusammen mit 4 Mitunterzeichner beim zuständigen Regierungsstatthalteramt Beschwerde gegen die geplante Schliessung der Verbindungsstrasse Bützberg-Aarwangen eingereicht. Insgesamt sind über 30 Beschwerden gegen dieses Vorhaben eingegangen. Heute kam es nun (nach einer Beschwerdeantwort der Gemeinde und meiner anschliessenden Replik) zur Instruktionsverhandlung im Schloss Wangen a.A.

Um es gleich vorwegzunehmen. Am Schluss der Verhandlung habe ich die Einsprache, auch im Namen der 4 Mitunterzeichner, zurückgezogen. Eine Aufrechterhaltung der Beschwerde hätte Kosten in ungeahnter Höhe für uns Beschwerdeführer zur Folge gehabt.

Während der Verhandlung bestätigte sich der Vorwurf der Beschwerdeführer, dass der Kanton Bern im Jahr 2000 der Gemeinde Thunstetten die betroffene Aarwangenstrasse geschenkt hatte, inklusive einer Barüberweisung von Fr. 120’000.–. Auf die Frage des Regierungsstatthalters, wie und wofür das Geld eingesetzt worden ist, konnte oder wollte sich von den Vertretern der Gemeinde Thunstetten (Gemeindeschreiber Ott und Vize-Gemeindepräsident Röthlisberger) niemand mehr erinnern. Sicher aber ist, dass kein Rappen in den Unterhalt der vom Kanton geschenkten Strasse geflossen ist, wozu auch. Weiter war von den Gemeindevertretern, auf eine entsprechende Frage des Regierungsstatthalters, zu vernehmen, dass letztmals eine Verkehrszählung auf der Aarwangenstrasse im Jahr 2005 durchgeführt worden ist. Ich habe mir wenigstens die Mühe gemacht, Ende November 2009 den Verkehr auf der Aarwangenstrasse zu zählen. In insgesamt 345 Minuten hat im Durchschnitt alle 80 Sekunden ein Personenwagen und alle knapp 12 Minuten ein Nutzfahrzeug über 3,5 T meine Messstelle passiert. Damit ist die Aussage der Gemeindevertreter, dass „unzählige“ Lastwagen die Strasse benützen, widerlegt.

Am Ende der rund 90-minütigen Verhandlung erklärte der Regierungsstatthalter, dass er die Chancen der Einsprecher sehr gering einschätze, da seitens der Gemeinde Thunstetten bei einer Sperrung der Aarwangenstrasse geltendes Recht nicht verletzt werde.

Im Sinne eines öffentlichen Interesses und ein paar Unterschriften von „geplagten“ Anwohner kann also jede Strasse beliebig gesperrt werden! Deshalb mein Aufruf an alle Autofahrer, Bützberg grossräumig zu umfahren. Ratsam ist es auch, Bützberg als Wohnort zu meiden. Die Gemeinde braucht sie nicht und wird auch nicht davor zurückschrecken, die Zufahrtsstrasse zu ihrem Haus oder ihrer Wohnung dauerhaft zu sperren.

Folge Willi Frommenwiler:
Als engagierter Politiker und Schweizer Bürger nehme ich Stellung zu Themen wie Gemeindepolitik, Politfilz, Sicherheit, Alltag im Oberaargau u.v.m. Präsident auto-partei.ch Kt. Bern, Mitglied Komitee Pro-Automobil.
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  1. Roller
    | Antworten

    Danke WIF und den Mitunterzeichnern für den Einsatz. Mein Vorschlag: Man müsste die Flurstrasse sperren lassen!
    Ich hoffe, wie viele Einwohner von Bützberg-Thunstetten übrigens auch, dass mit dem neuen Gemeindepräsidenten A. Röthlisberger Ruhe und Besonnenheit ins Dorf einkehrt.

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